Warum ist die Wand nass?

Warum ist die Wand nass – oder: es liegt nicht immer nur am Lüften!

 

Ein ganz normaler Anruf bei uns: Hilfe, wir haben Schimmel an der Wand! Die Kundin war sehr aufgeregt, weil ein
kleines Regal an dieser Wand stand. Sie war der Meinung, dass sie vielleicht zu wenig gelüftet hätte, sich deshalb
Feuchtigkeit auf der Wand hinter dem Regal gesammelt hat und es so zur Schimmelbildung kam.

Vor Ort stellte wir fest, dass es sich um ein Zimmer im Keller, also eine Souterrainwohnung, handelte.
Auf den ersten Blick sah auch alles so aus, als könnte die Theorie unserer Kundin stimmen. Aber die optische
Erscheinung eines Schimmelbefalls sagt noch nichts über seine Ursache aus. Und bei dem Regal handelte es sich
um ein offenes, fast leeres Holzregal.

Unsere Überprüfung der Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und Wandoberflächentemperatur zeigte keine
Auffälligkeiten. Wohl aber die Überprüfung der Wandfeuchtigkeit.

Es wurden stark erhöhte Messwerte der Feuchtigkeit im oberflächennahen Bereich ermittelt. Dies ist auch nicht
verwunderlich, da ja Schimmelpilze vorhanden waren und diese Feuchtigkeit zum Wachsen benötigen. Somit
wurde im nächsten Schritt die Feuchtigkeit in der Tiefe der Wand untersucht. Auch hier gab es stark erhöhte Mess-
werte. Somit war klar, dass die Durchfeuchtung nichts mit falschem Lüften oder einer zugestellten Wand zu tun hat.

Hier liegt eine Durchfeuchtung von außen vor. Im Zuge einer Probeöffnung der besagten Wand zeigten sich dann
zwei wichtige Faktoren:

Erstens: es gab eine Fehlplanung der Außenabdichtung. Teile dieser wurden erst ausgeführt, nachdem der Gartenbauer
schon Betonlichtschächte gesetzt hatte. Somit konnten einige Wandbereiche nicht mehr von außen abgedichtet werden.

Zweitens: eine Undichtigkeit in der Regenentwässerung. Entweder bei der Montage oder beim Verfüllen der Baugrube
kam es zu einer Beschädigung des Regenrohres.

Somit kam es bei Regen vor dieser fehlerhaft abgedichteten Wand zu aufstauendem Sickerwasser. Auf Grund der mangelhaften
Außenabdichtung drang Wasser in die Wand ein, was wiederum zum Schimmelbefall auf der Innenseite geführt hat. Wir haben
die Kunden weiterführend dahingehend beraten, wie die Ursache abzustellen ist und der Schaden im Innenbereich wirtschaftlich
und fachgerecht behoben werden kann.

Übrigens: es gibt spezielle Warnmelder, die Alarm schlagen, wenn Feuchtigkeit in das Gebäude dringt oder sich ein Wasserschaden
anbahnt. Einfach hier klicken für mehr Info!

By | 2019-03-19T05:15:59+01:00 Februar 6th, 2019|Tagesgeschehen|2 Comments

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2 Comments

  1. Natascha Kraemer 27. Februar 2019 at 19:12 - Reply

    Diese Warnmelder kannte ich noch nicht. Hast du sie selbst schon getestet und eigene Erfahrungen dazu?

    • Maik Denecke 28. Februar 2019 at 7:34 - Reply

      Hi! Habe sie bei einem Kunden gesehen, der sie wärmstens empfohlen hat!

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