Nasse Wand – warum?

By | 2020-07-08T14:16:31+02:00 Februar 6th, 2019|Tagesgeschehen|

Nasse Wand - warum? - oder: es liegt nicht immer nur am Lüften!   Ein ganz normaler Anruf bei uns: "Hilfe, wir haben Schimmel an der Wand! Und eine nasse Wand!" Die Kundin war sehr aufgeregt, weil ein kleines Regal an dieser Wand stand. Sie war der Meinung, dass sie vielleicht zu wenig gelüftet hätte, sich deshalb Feuchtigkeit auf der Wand hinter dem Regal gesammelt hat und es so zur Schimmelbildung kam. Vor Ort stellten wir fest, dass es sich um ein Zimmer im Keller, also eine Souterrainwohnung, handelte. Auf den ersten Blick sah auch alles so aus, als könnte die Theorie unserer Kundin stimmen. Aber die optische Erscheinung eines Schimmelbefalls sagt noch nichts über seine Ursache aus. Und bei dem Regal handelte es sich um ein offenes, fast leeres Holzregal. Nasse Wand - jetzt muss fundiert die Ursache gefunden werden Unsere Überprüfung der Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und Wandoberflächentemperatur zeigte keine Auffälligkeiten. Wohl aber die Überprüfung der Wandfeuchtigkeit. Es wurden stark erhöhte Messwerte der Feuchtigkeit im oberflächennahen Bereich ermittelt. Dies ist auch nicht verwunderlich, da ja Schimmelpilze vorhanden waren und diese Feuchtigkeit zum Wachsen benötigen. Somit wurde im nächsten Schritt die Feuchtigkeit in der Tiefe der Wand untersucht. Auch hier gab es stark erhöhte Messwerte. Somit war klar, dass die Durchfeuchtung nichts mit falschem Lüften oder einer zugestellten Wand zu tun hat. Hier liegt eine Durchfeuchtung von außen vor. Im Zuge einer Probeöffnung der besagten Wand zeigten sich dann zwei wichtige Faktoren: Erstens: es gab eine Fehlplanung der Außenabdichtung. Teile dieser wurden erst ausgeführt, nachdem der Gartenbauer schon Betonlichtschächte gesetzt hatte. Somit konnten [...]